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Vorlage:7 Fälle von Dummheit

Aus Vierte Gewalt

Fall 1

A erzählt B von Mobbing in der Wohngruppe, von Lügen und Manipulationen und dass er nicht weiter weiss. B antwortet "du lästerst über meine Freunde". Weil also die Mobber von A die Freunde von B sind, empfindet sie (B) das als Lästern, unabhängig vom Inhalt. Dass Bs Freunde lügen und sich systematisch nicht an getroffene Abmachungen halten, findet B nicht weiter diskussionswert und scheint auch kein Problem damit zu haben. Damit bekommt A keinerlei Unterstützung und B hat kein Problem damit, dass ihre Freunde sich so unfair verhalten. B ist angehende Juristin.

Fall 2

A erzählt C vom selben Problem in der Wohngruppe. C hört zu und meint am Schluss: "Also ich glaube nicht, dass die dich einfach so unfair behandeln ohne Grund. Das sind ja erwachsene Menschen und wir sind hier nicht im Kindergarten. Also irgendwas wirst du schon auch getan haben." Damit erhält A auch von C keinerlei Hilfe, sondern wird im Stich gelassen und sogar selber noch angeschuldigt, ohne dass C mehr wissen will oder sich um die Zustände sorgt.

Fall 3

A erzählte C im selben Gespräch, dass D einziehen wolle, und A dagegen seie. In der Gruppe herrscht ein Veto-Recht bzw. ein Konsens-System, dass dafür sorgt, dass Entscheidungen nur zusammen getroffen und niemand überstimmt werden kann. D kam vor ein paar Monaten an eine Sitzung dieser Wohngruppe und leitete eine Sitzung (weil ein Mitbewohner von A ihn dazu einlud).

Es ging in diesem Fall darum, dass einer der Mitbewohner verhaftet wurde, und unklar ist, wie lange er inhaftiert bleibt. Er sollte sowieso in den nächsten 1-2 Monaten ausziehen. Jetzt wollte ein Teil der Gruppe, dass sein Zimmer in ein paar Tagen komplett leer geräumt wird. Dies zu einem Zeitpunkt, wo er erst seit 2 Tagen in Haft war (So oder Mo verhaftet, Mi Sitzung, Sa wollen sie das Zimmer ausräumen).


Fall3Fortsetzung

Man redete darüber und A sagte "Also es ist völlig klar, dass wir sein Zimmer nicht ausräumen können. Einerseits kann es sein, dass er nur wenige Tage absitzen muss, andererseits gibt es keinen Grund, dass wir nicht versuchen könnten, ihn anzurufen oder zu besuchen, um das Thema zu klären. Zudem hat er noch einen Monat Wohnrecht hier."

Die Leute fanden aber, der Fall sei klar, wenn er in ein paar Tagen zurück sei, sei das sein Problem, seine Privatssphäre interessiert auch niemanden usw.

D (der unbefugte Sitzungsleiter) fand dann einfach sinngemäss (auf Englisch) "ok, when can we do the action?". A fragte, welche "Action" gemeint sei, und D antwortete: "The cleaning of his room". A sagte, es sei ja eben noch gar nichts beschlossen, weil noch kein Konsens darüber herrsche und D meinte nur "yeah, but we need a date now for the cleaning of his room. When do we make the action?".

Die Regel war völlig klar: Ohne Konsens (Einverständnis aller Leute) kann sowas nicht beschlossen werden und trotz Hinweis darauf sagt D, der nicht mal mitreden dürfte (da er nicht hier wohnt), dass man sich jetzt einfach auf ein Datum einigen müsse, nachdem A ihm klar gemacht hatte, dass noch gar nicht entschieden wurde, OB das Zimmer überhaupt leer geräumt werde.

Da wurde A etwas lauter und stellte die Fakten klar: Er erklärte D, dass D hier eigentlich gar nicht dabei sein dürfe, und dass ohne Konsens auch kein Zimmer ausgeräumt werden dürfe. Und dass D sich mit einer Aussage über die gesamte Gruppe und das gesamte Konsenssystem hinweg setze und einfach seine Meinung durchzusetzen versuche und dass dies wie eine Machtübernahme oder wie eine Diktatur ablaufe. D ignoriere das gesamte Konsenssystem und das Veto einer Person und wolle einfach weiter machen. D stammelte dann was davon, es war nicht so gemeint und natürlich mache man nichts ohne Konsens usw.

Nun hatte also A ein Gespräch mit C, wo er ihm erklärte, dass D sich sowas erlaubt hatte und dass dasselbe Problem bereits mit J, der in der Gruppe wohnte, besteht, nämlich dass J sich versucht über das Konsens-System hinweg zu setzen. J war auch derjenige, der D an die Sitzung einlud und ihm die Leitung übertrug.

Nun war die Situation so, dass D in diese Wohngruppe einziehen wollte. A erklärte C im Gespräch also, dass er sich Sorgen mache, weil D sich faktisch wie der Chef aufführte, obwohl er nur zu Besuch war. A machte sich Sorgen: Wenn D schon als Besucher versucht, sich über ein Veto bzw über das Konsenssystem zu stellen, wie würde er sich erst verhalten, wenn er ganz hier wohnen würde? Zumal er mit J befreundet ist, und schon J systematisch versucht, Leute mit abweichender Meinung vom Entscheidungsprozess auszuschliessen.

A erklärte also C das Problem mit D und dass D jetzt in diese Wohngruppe einziehen will, nachdem er ein halbes Jahr zuvor sich so diktatorisch aufführte.

C antwortete nur: "Also dafür habe ich jetzt null Verständnis. Hättest du gesagt, du fühlst dich mit D nicht wohl, hätte das jeder ernst genommen und akzeptieren müssen. Aber bei dieser Geschichte kann ich dein Problem mit D nicht verstehen."

D ist also der Meinung, dass wenn A sich mit D nicht wohl fühlt (ohne das zu begründen), sei es ok, D pauschal als Mitbewohner abzulehnen. Aber wenn D als Besucher versucht hat, ihm genehme Entscheidungen unter Umgehung des Konsenssystems durchzudrücken, und dass bereits J sich so verhält, und dies A besorgt, das will C nicht verstehen. Aber unbegründet sich mit jemanden "nicht wohl fühlen" soll als Ablehnungsgrund gelten.

C war übrigens kein Mitbewohner bzw. von einer anderen Wohngruppe.

Und so was verstehe ich dann einfach überhaupt nicht. Abgesehen davon gilt in der besagten Wohngruppe das Konsenssystem, egal, ob die Begründung für ein Veto nachvollziehbar ist oder nicht.

Das waren jetzt mal 3 Beispiele, wo Leute fundamental dumm gehandelt haben und sie sich selbst langfristig schaden. Lieber kehren die Leute ein Problem unter den Teppich oder suchen Ausreden um sich mit der Mehrheit zu solidarisieren. Es müsste im Interesse dieser Personen sein, gegen Ungerechtigkeit im eigenen Umfeld vorzugehen. Aber diese Leute flüchten sich lieber in Ausreden, um ihre Freunde zu verteidigen, anstatt einfach mal einzusehen, dass systematisch Abmachungen gebrochen und Rechte einzelner Menschen gebrochen werden.

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Fall 4

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Fall 5

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Fall 6

Fall 7